Loveparade-Duisburg-Desaster
Mensch, war das ein heftiges Wochenende. Als Duisburger war ich bewusst in der Firma und nicht in der Stadt, weil Menschenmassen eh nicht mein Ding sind. Vom Büro habe ich allerdings einen Blick auf die den ganzen Tag gesperrte A59. Als ich dann gegen 17 Uhr die Krankenwagen, die an mir vorbeifuhren, nicht mehr zählen konnte, war klar, dass was passiert war.
Das alle Leute über die Rampe zwischen den beiden Unterführungen auf’s Gelände rauf und auch wieder runter sollten, wird nun wohl zu Recht hinterfragt. Habe mittlerweile auch mit vielen Leuten gesprochen, die von einer aggressiven Stimmung auf dem Weg zum Gelände erzählt haben. Wenn man für eine knapp 1.000 Meter lange Strecke mehrere Stunden braucht und dann erfährt, dass das Gelände geschlossen wurde, ist das irgendwie auch nachzuvollziehen. Vorallem die Nicht-Duisburger hatten auch keine Möglichkeit wieder zu gehen, da der Rückweg verstopft und keine Ortskenntnisse für die Schleichwege zur Verfügung standen.
Duisburg ist geschockt und die Stimmung in der Stadt ist auf einem ziemlichen Tiefpunkt. Bleibt zu hoffen, das neben den Rufen nach rückhaltloser Aufklärung auch genug Raum für die Trauer bleibt…





