Artikel in der Kategorie 'Reiseveranstalter'

Go-Jugendreisen mit größerem Angebot und Rabatten im Januar

Zwar sind die die Frühbucher-Rabatte am 9. Januar ausgelaufen, dennoch können auf der Seite von Go-Jugendreisen immer noch vergünstigte Reisen gebucht werden. Der Jugendreise-Spezialist aus der Nähe von Bielefeld bietet dieses Jahr neben seinen Hauptreisezielen Frankreich, Spanien und Italien zudem erstmals eine Combi-Jugendreise Berlin-New-York an. Das Programm sieht ein gegenseitiges und Stadt-Kennenlernen über zwei Tage in Berlin vor, danach geht es dann zum Big Apple. In den nächsten fünf Tagen ist Zeit für Manhattan, Central Park, Times Square, Top of the Rocks, Speed Boot Tour, Movie & TV Bus Tour, die Freiheitsstatue, das Empire State Building und natürlich für’s Shopping.

Bei den Jugendreisen in Europa hingegen liegen die Schwerpunkte auf Sport- und Party-Angeboten. Wassersport wie Surfen, Kiten oder Schnorcheln oder Beachsport wie Beachhandball oder Beachvolleyball stehen auf dem Programm. Die Party spielt sich hauptsächlich an der Costa Brava und am Balaton ab.

„Rainbow-Tours“ stellt Insolvenzantrag

Nun scheint es endgültig zu sein. Wie das Hamburger Abendblatt und auch weitere Zeitschriften berichten droht Rainbow Tours nun das endgültige aus. Ein Insolvenzantrag für die A. S. Reiseveranstaltungs GmbH wurde beim Amtsgericht Neubrandenburg gestellt. Zwar hofft Neueigentümer Jörg Grützner auf eine Sanierung, doch hat er mittlerweile alle Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt. Dies ist meine Auffassung nach eigentlich die Aufgabe des Insolvenzverwalters, der diesen Schritt einleitet, wenn er keine Möglichkeit für die Sanierung sieht. Komisch…

Ruf-Reisen: Werbung mit Verfolgungswahn?

In letzter Zeit passiert mir das immer öfter. Du warst auf der Internetseite eines Unternehmens und wirst nachher auf anderen Seiten von der Werbung gerade dieses Unternehmens geradezu verfolgt. Das ganze nennt sich Retargeting und ist z.B. auch über Google Adsense möglich. Dabei wird der Besucher auf der Ruf-Seite mit einem Cockie markiert. Dieses Cockie wird dann vom Ad-Server, der die Adwords-Anzeigen auf den anderen Seiten ausliefert, ausgelesen. Nun können auf anderen Seiten auf den Surfer angepasste Anzeigen – z.B. die von Ruf – angezeigt werden. Da der User das Unternehmen schont kennt, soll dadurch die Klickrate bzw. Konversationsquote steigen, also mehr verkauft werden. Wie man an den beiden untenstehenden Anzeigen sieht – die mir übrigens auf einer Computer-Seite angezeigt wurden – war ich vorher bei Ruf-Reisen und bei einem Dachrinnenlieferanten auf der Seite. Gespenstisch :-(

Retargeting bei Ruf

Retargeting bei Ruf

So steht Retargeting bei vielen Nutzern in der Kritik, da sich sich ausgespäht fühlen. Ich persönlich bin der Meinung, dass Retargeting gerade im Bereich der betreuten Kinder- und Jugendreisen eher eine negative Auswirkungen haben wird, da gerade Eltern mit der Verfolgung durch Anzeigen nicht klar kommen könnten. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich mich nun schon mehrmals für ein Konkurrenzprodukt entschieden habe, weil dieser Anzeigenspam mit der Zeit wirklich nervt…

Lead Investor verkauft Solegro-Anteile

Die Beteilungsgesellschaften CatCap und DuMont Venture verkauften ihre Anteile am Jugendreisevermittler Solegro an die niederländische Leisure Holding B.V., die bisher hauptsächlich Unterkünfte, Ferienhäuser und Hotels in Europa anbietet. Somit hat das von Nils Regge gegründete Unternehmen nun einen neuen Lead Investor.

Meiner Meinung nach bewegt sich Solegro allerdings in einem recht „schwammingen“ Marktsegment, da betreute und unbetreute Jugendreisen vermarktet werden. Dabei werden die Produkte aber nicht vernünftig voneinander abgrenzen, obwohl die Zielgruppe eine komplett andere ist. Das Hauptgeschäft wird daher eher aus dem Bereich Mango- oder Rainbow-Tours (also unbetreut) kommen. Entscheidend wird für die Zukunft ebenfalls sein, sich als Marke etablieren zu können, da ja meines Wissens nur Produkte anderer Veranstalter weiterverkauft werden.

Ruf lässt die Marke Sunrise-Jugendreisen „sterben“

Seit dem letzten Artikel über Sunrise-Jugendreisen stand die Frage im Raum, was Ruf mit der Marke machen wird. Nun ist’s klar, die Marke wird nicht als seperates Produkt weitergeführt, sondern geht in Ruf auf. Was anderes wäre in der Kürze der Zeit wohl auch nicht möglich gewesen, da Ruf nur die Markenrechte, aber – meines Wissens – keine Mitarbeiter übernommen hat. Deshalb wird die Webseite von Sunrise z.Z. auf eine Landing-Page von Ruf weitergeleitet, wo ehemalige Sunrise-Kunden einen Rabatt von 25,- Euro erhalten können. RIP.

Ruf mit neuem Logo

Ruf hat sein neues Logo gelaucht. Dirk hatte das vor zwei Jahren auf der ITB mal angedeutet, dass man da auch mal mittelfristig ran muss. Jetzt ist’s passiert ;-)

Als ich das Logo gerade zum ersten Mal gesehen haben, dachte ich zuerst, man du wirst zu alt für den Scheiß. Ich konnte es nicht lesen und hatte mußte irgendwie sofort an die 70er Jahre denken. Nix Web 2.0 oder modern… Hätte ich also nie gedacht, dass es in diese Richtung gehen wird. Da bei Ruf – so wie ich Tom einschätze – aber alles vorher irgendwie getestet wird, ist davon auszugehen, dass es bei der Zielgruppe einen großen gemeinsamen Nenner gegeben hat. Und hier geht es von Kindern über Jugendliche über 18+ bis hin zu den Eltern…

Werde das neue Logo also erst mal auf mich wirken lassen. Bestimmt gefällt es mir dann in ein paar Wochen…

Update: Dirk schreibt auf der Ruf-Seite Jugendreise-News.de über das neue Logo. Zwar in der dritten Person, aber doch sehr informativ ;-) Und mit Interbrand haben Sie sich für eine der besten Agenturen in Deutschland entschieden…

www.jugendferienwerk.de ist verkauft

Das Jugendferienwerk Mannheim e.V. hat die Domain des insolventen Jugendferienwerk des Landessportbundes NRW e.V. gekauft. Unter jugendferienwerk.de finden Reiseinteressierte also nun das Angebot der Mannheimer.

Sunrise-Jugendreisen-Internetseite offline

Höchstwahrscheinlich nur ein temporäres Problem, aber zur Zeit ist die Seite von Sunrise offline. Ist der Server abgestürzt oder stehen Wartungsarbeiten an? Was auch immer, auf jeden Fall sollte man dann auch die Google Werbung ausschalten, denn auch die läuft derzeit ins Nichts…

Jugendferienwerk des Landessportbundes NRW e.V. meldet Insolvenz an – viele Fragen bleiben offen…

Wenn man in den letzten Wochen die verschiedenen Foren der Jugendreiseszene beobachtet, so scheint das große Thema die Insolvenzanmeldung des Jugendferienwerks des Landessportbundes NRW e.V. zu sein. Da es sich um einen der größeren Jugendreiseveranstalter in Deutschland handelt, zieht diese Mitteilung entsprechend große Wellen. Vor allem Eltern und Betreuer fragen sich, was nun mit geleisteten Zahlungen für Reisen und Lehrgänge passiert bzw. wann Sie ihr Geld zurückbekommen. Auch sollen noch Betreuervergütungen von Winterfreizeiten ausstehen.

Die Eltern können im Gegensatz zu den Betreuern allerdings davon ausgehen, die geleisteten Zahlungen zurück zu bekommen, schließlich ist die Insolvenzversicherung für Reiseveranstalter Pflicht. Hier stellt sich nur die Frage nach dem „wann“? Gerade für Familien mit geringen finanziellen Mitteln wird es schwer sein, bei einem anderen Veranstalter eine alternative Reise zu buchen, bevor sie das Geld von der Insolvenzversicherung des Jugendferienwerk des Landessportbundes NRW e.V. zurückbekommen haben. Es trifft leider – wie so oft – besonders einen Personenkreis wie z.B. Alleinerziehende, die es auch sonst nicht gerade einfach haben.

Für die Betreuer des Jugendferienwerk des Landessportbundes NRW e.V. sieht die Situation schlechter aus, da hier keine Versicherung greift. Ausstehende Betreuervergütungen können wahrscheinlich abgeschrieben werden. Für geleistete Anzahlungen für verpflichtende Betreuerschulungen – die erst nach der Teilnahme an einer Freizeit zurückvergütet werden – gilt das gleiche. Auch dieses Geld ist wahrscheinlich futsch… Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass sich ein Teil der Betreuerschaft des Jugendferienwerks des Landessportbundes NRW e.V. zu einem neuen Verein zusammengeschlossen hat. Der „Betreuerverein Jugendferienwerk des Sports e.V.“ wurde mittlerweise gegründet und hat das primäre Ziel, den nun „auf der Straße“ stehenden Betreuern Freizeiten in den Ferien zu vermitteln.

Ruf vs. Sunrise – 2. Runde: die richtige Wahl der Mittel?

Im Februar 2010 habe ich schon einen Beitrag über die markenrechtlichen Probleme „Ruf meldet Sunrise Jugendreisen als Marke an“ geschrieben. Nun scheint sich die Situation zuzuspitzen. Folgende Mail erreichte mich gestern von Rüdiger Heck, der Leitung von Sunrise Jugendreisen und ehemaligem Mitarbeiter von Ruf Jugendreisen:

Betrifft: Ihr Blog Bericht vom 08.02.2010

Sehr geehrter Herr Hammers,

sie haben sich am 8.2.10 in ihrem Blog eines brisanten Themas angenommen und ich habe dazu einen Kommentar geschrieben, der nach wie vor unsere Haltung widerspiegelt. Inzwischen hat es Entwicklungen gegeben, die über die anhängige markenrechtliche Auseinandersetzung, die sie treffend beschrieben haben, hinaus gehen. Da ich ihren Blog mit Interesse verfolge, gebe ich ihnen diese Info gerne weiter.

Zunächst hatte sich RUF Jugendreisen die Domain sunrisejugendreisen.org und sunrise-jugendreisen.org gesichert. Danach ist lange nichts passiert. Das änderte sich am vergangenen Wochenende, als die Domain erstmals mit einem Bestellformular für einen Katalog online ging. Seit heute sind dort auch Produkte gelistet. Selbstverständlich sind dies die üblichen RUF Produkte, genauer gesagt insbesondere die Garantieprodukte.

Der juristische Hintergrund ist das eine und damit werden sich entsprechende Fachleute auseinander setzen. Die Wahl der Mittel im touristischen Wettbewerb des Jugendreisens ist das andere. Ebenso wie sie bin ich seit langem der Branche verbunden und diese Dimension des Versuches einen Wettbewerber zu behindern ist für mich ein Novum. Dass ich dies ganz persönlich bedaure, da ich RUF Jugendreisen durchaus für einen ausgezeichneten Reiseveranstalter halte, ist weniger entscheidend, als der Umstand, sich mit solchen Heckenschüssen immer wieder auseinander setzen zu müssen.

Dazu passend noch ein anderes Beispiel plumpen kopierens: Der Veranstalter Freebird Reisen hat es sich mit seinem Katalog “event jugendreisen” sehr einfach gemacht. Nicht nur dass Texte von unserer Internetseite 1:1 kopiert wurden, sondern auch das Cover zeigt erstaunliche Ähnlichkeit:

Es ist sehr bedauerlich, dass sich die tägliche Arbeit mehr und mehr darum dreht, sich gegen Kopien oder Behinderungen zu wehren, statt sich dem eigenen Produkt widmen zu können. Langfristig schadet das dem Produkt und sicherlich auch der Branche. Jugendreisen sind Vertrauenssache und solche Machenschaften eignen sich nicht, Integrität der Veranstalter  zu untermauern.

Mit besten Grüßen aus Hamburg

Rüdiger Heck
Leitung Sunrise Jugendreisen

Links und Bilder habe ich nicht übernommen, der interessierte Leser wird dies aber locker googlen können.

Mein Fazit: Da Ruf seine Sunrise-Seite nicht aktiv bewirbt geht es hier entweder um was persönliches oder um die Reisebüros: „Ihr wollt nicht nur Ruf, sondern auch Sunrise verkaufen? Kein Problem. Ruf bietet euch beides ;-) “. Ob das aber so funktionieren wird…?