ITB-Pressekonferenz Ruf, BundesForum und Reisenetz…
Ok, nun bin ich auf der ITB angekommen. Das war gar nicht so einfach: in Berlin liegt Schnee und der ÖPNV streikt. Wirklich super. Aber für irgendwas muss sich das frühe Aufstehen ja auch gelohnt haben. Scheiße, es war 5:40 Uhr. Nun sitze ich an der großen Bühne in Halle 4.1 und es fängt mit einer Pressekonferenz zum Thema: “Boom im Jugendtourismus? Wachstum auf Kosten der Qualität?” an. Sprechen werden Stephan Riese vom BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V., Klaus Eikmeier vom Reisenetz e.V. und Thomas Korbus von Ruf Jugendreisen. Zum Ende soll noch ein Qualitätssiegel verliehen werden und nachher gibt’s einen Imbiss. Wir sind gespannt…
Es beginnt mit einem Impulsreferat von Thomas Korbus. Thema ist das Young Travel Center der ITB, Die Jungens haben das 1999 gegründet. Seit 2005 schimpft es sich Youth Incoming Germany und 2008 ist Economy Accommodation. Korbus spricht von steigenden Austellerzahlen. Damals wurde mit 17 Ausstellern angefangen, heute sind es 75!
Nun kommt Stephan Riese auf die Bühne, bzw. er erhebt sich und kommt auf’s Rednerpult. Das BundesForum gibt es seit 10 Jahren. Die großen Verbände haben sich zusammengeschlossen und kümmern sich seit dem hauptsächlich um die Qualitätssicherung bei Jugendreisen.Wichtig ist seiner Meinung nach nicht, ob ein Anbieter kommerziell oder nicht kommerziell ist, wichtig ist die halt die Qualität. Zum einen gibt es hier eine Zertifizierung für Jugendunterkünfte, die aus Mecklenburg übernommen wurde. Diese Qualitätsmanagementsystem arbeitet mit einer Basisqualität und zusätzlichen Sternen. Dies funktioniert ähnlich den Sternen von Hotels oder Campingplätzen. Berücksichtigt werden allerdings zusätzlich auch die pädagogischen Angebote. Hierfür wir mit professionellen Auditoren gearbeitet. Das zweite System wird in diesem Jahr im Herbst an den Start gebracht und soll die pädagogische Begleitung zertifizieren. Auch dieses System wurde übernommen und auf die speziellen Bedürfnisse im Jugendreisemarkt angepasst.
Dieser Rahmen soll den Eltern Sicherheit geben. Meine Meinung: Wenn man von einem solchen System überzeugt ist, sollte man erstens mehr Ahnung davon haben wovon man spricht und zweitens ganz wichtig: Nicht so monoton reden. Da hätte man wirklich jemand anderen mit mehr Präsentationserfahrung auf die Bühne stellen müssen, das geht ja gar nicht. Doch weiter geht’s. Er gibt an Klaus Eikmeier vom Reisenetz weiter. Kurz vorher muss er allerdings sagen, dass er vom DJH kommt und da Qualitätsarbeit weltweit stattfindet. Dort wird man nach DIN ISO zertifiziert und gerade das soll in den nächsten Jahren weiter wachsen. Ist das jetzt eine Konkurrenz zu den vorher angesprochenen Zertifizierungen?
Nun redet Klaus Eikmeier. Erster Punkt ist das neue Logo des Reisenetzes, das eigentlich erst am Freitag offiziell vorgestellt werden soll. Das Reisenetz ist der Fachverband zum Thema Jugendreisen. Seit letztem Jahr gibt es auch hier ein Gütesiegel, das sich “geprüfte Reisenetz Qualität” nennt. Reden kann er besser als sein Vorredner. Da macht es schon mal mehr Spaß zuzuhören. Das ging jetzt aber schnell, fertig ist er schon wieder.
Weiter geht es wieder mit Ruf. Korbus erklärt, dass sie Mitglieder in beiden Verbänden sind. Er zeigt noch einmal auf, was Ruf so macht. Kinderreisen, Jugendreisen und Abireisen. Im vierten Jahr werden besonders im Kinderbereich mit verschiedenen Marken gearbeitet. Er zeigt Wendy, Disney oder die Handballcamps auf. Gästezahlen von 2005 mit 35.000 sollen bis 2008 um 150% gestiegen sein (das wären über 80.000). Wichtig für Ruf sind homogene Standards. Wichtiger Punkt ist dann auch die Sicherheit. Es werden höchste Anforderungen an die Transportunternehmen, es gibt eine Sicherheitsprüfung aller Unterkünfte. Die Teamer haben eine DLRG und erste Hilfe Ausbildung. Alle? Kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt aber 9.000 Bewerbungen auf 1.000 Jobs. Überprüfbare Qualität ist halt wichtig. Das wären bei über 80.000 Teilnehmern in 2008 allerdings ein Schlüssel von 1:80, was nicht sein kann. Da werde ich nachher noch mal nachfassen. Vermute, dass es damit zusammenhängt, dass jeder Reiseleiter halt mehrere Freizeiten im Sommer macht. um auf einen vernünftigen Schlüssel von irgendwas zwischen 1 zu 12 bis 1 zu 15 zu kommen, muss das allerdings schon im Durchschnitt eine Menge sein.
Nun kommt eine Fragerunde.Die Frage ist, wie gerade Camps in der Qualität abschneiden. Riese kann dazu nichts sagen. Eickmeier sagt, das man Camps nicht mit Hotels vergleichen kann, da sie einfach anders verlaufen. Themen wie Sauberkeit sind natürlich problematischer. Ruf sagt, die Orientierung geht in Richtung Jugendhotel, aber Camping steigt auch.
Zwar gibt es noch einige Fragen, aber da die Preisverleihung stattfinden muss, wird das nun abgebrochen und soll nachher am Stand von Ruf weitergeführt werden. Dr. Schultes, Ministerialrat, hat das Bundesforum schon in der Startphase unterstützt. Daneben wurde das BundesForum von der Stiftung Jugendmarke unterstützt. Weiterhin auf der Bühne ist Dr. Fritsch, Vorsitzender des Landestourismusverbandes Brandenburg. Es werden nun zwei Häuser mit dem Siegel ausgezeichnet, die mir allerdings unbekannt sind. Da der Akku aber jetzt gleich leer ist, mache ich hier aber erst mal ein Break.
Mehr zu diesem Thema hier im Blog






Am 12. März 2008 um 14:02 Uhr
also, aus 9000Neubewerbungen werden max 1000 neue Aussendienstler.
Du darfst die Alten nicht vergessen. In 2007 waren es genau 1839 bei 70.100 Teilis. kogische dass der schlüssel bei kinderreisen ein anderer ist als bei Abireisen.
Und richtig: in 008 werden es mehr als 80000 Teilnehmer… eher 85000.
ber frage zu deinen fotos.
Und wieso war unser Stand bekannt?. Der war voll neu mit dem Zirkuskonzeptes.
Er gewann übrigens in der Kategorie Travel Industrie den 3. Platz des Exhibitors Aword(Vorjahr 2.) und wurde von der Universität Lund(Schweden) im Rahmen einer mit 3500 Fachbesuchern durchgeführten Befragung zu einem der 5 aufmerksamkeiststärksten Stände der gesamten ITB unter 11.000 Ausstellern gewählt.
Dies war auch der Grund , warum die dsj sich an dem Zirkuskonzept beteiligt hat und unsere Nähe suchte
Am 13. März 2008 um 15:51 Uhr
Die Idee ein Gesamthallenkonzept auf die Beine zu stellen und dabei unter einem Motto die gesamte Jugendreisebranche zu präsentieren ist auf jedenfall diskussionswürdig. Auch die “kleinen” Aussteller könnten davon profitieren und die Halle gewinnt an Attraktivität. Dazu sollte man jedoch frühzeitig vor der nächsten ITB ein Komitee installieren.
Am 14. April 2008 um 20:09 Uhr
[…] marken kauft (sehr wahrscheinlich) die > billigsten PCs mit den billigsten Komponenten? Jedenfalls nicht die > die wirklich Ahnung haben (hoffe ich). Nein. Ich kaufe das, was ich bezahlen kann und fertig. Und ich behaupte durchaus Ahnung zu haben. Ich fahre aber auch keinen Rolls-Royce, obwohl der sicherlich besser ist als mein alter Ford. Das bedeutet auch nicht, dass ich keine Ahnung habe, sondern lediglich, dass mir nicht mehr Geld zur Verfügung steht. Es gibt auch noch andere Dinge im Leben als Computer. > Ich ziehe also die Schlussfolgerung: möglichst billiger PC, möglichst > ahnungslose Kunden. Eine Schlussfolgerung der ich widersprechen muss. Laut meinen Erfahrungen kaufen gerade diejenigen, die keine oder wenig Ahnung haben immer überteuerte Geräte mit viel zu großer Leistung. Bestes Beispiel: Der ALDI-PC. Niemand benötigt das, was da drin steckt, nur um ein wenig ins Internet zugehen und Briefe zu schreiben. Mehr aber wird selten damit gemacht. Der Grund für diesen scheinbaren Widerspruch: Diese Leute kaufen aus Angst, etwas falsch zu machen viel zu teure Geräte. Sie können ihren Leistungsbedarf nämlich nicht einschätzen. > Ob die aber eben bereits immer bereits eine Windowsversion haben, > wage ich zu bezweifeln. Oft ist das so, aber nicht immer, stimmt. Viele scheinen ja mit einer Recovery-CD zufrieden zu sein. Wenn aber gar kein Windows dabei ist, wird sich so ein Rechner nicht an Leute ohne Ahnung verkaufen lassen. > Linuxer kaufen den PC wohl zum Grossteil > nicht bei WalMart. Würde ich in diesem Fall auch nicht tun. Ich würde selbstverständlich darauf achten, dass für alle verbauten Komponenten Treiber zur Verfügung stehen, also am besten selbst bauen. > Einerseits die, die froh sind das billig und läuft. > Andererseits diejenigen die keine Ahnung haben, und bei der 24/7 > Hotline wochenlang anrufen, weil sie nicht wissen wie sie OS XY > installieren sollen. > Ein sehr zweischneidiges Schwert eben. Stimmt. Viele wollen mit dem Betriebssystem nichts zu tun haben. Das soll nur laufen. […]