Sicherheitsleck bei Ruf

Das Thema zieht nun so große Kreise, dass es doch einen Artikel wert ist. Schon über 80 Tweets, unglaublich. Diese Reaktion ist auch für die anderen – nicht nur die Jugendreisen-Veranstalter – ein deutliches Zeichen das Thema nicht stiefmütterlich zu behandeln. Da nun schon so viele Leute was geschrieben haben, hier nur die wichtigsten Links:

Netzpolitik.org – Datenleck bei Ruf Jugendreisen

Heise online – Weiteres Datenleck bei Ruf-Jugendreisen

Netzpolitik.org – Update zum Datenleck bei Ruf

Tweets auf Twitter (schon über 80 Stk.)

Da bekommt die Pressemitteilung von Ruf aus Juli 2009 eine ganz neue Aussage:

Ruf Jugendreisen nutzt Twitter zur Elterninformation

Sorry, aber den konnte ich mir nicht verkneifen ;-) Jetzt aber mal im ernst, hatte ich ja auch schon früher kommuniziert: Ruf hat damals die Technik von Twitter zur Elterninformation genutzt. Das Twitter nicht so einfach von einer Firma „genutzt“ werden kann, bzw. dass das ganz schnell nach hinten losgehen kann, bestätigt sich gerade…

7 Kommentare zu “Sicherheitsleck bei Ruf”

  1. Bernd  on Januar 23rd, 2010

    Leider der große Nachteil an Social Media. Wer da wirklich stark ist, muss damit rechnen seine Unternehmenskommunikation nur noch bedingt steuern zu können.

    In Krisenfällen kann das wirklich aus dem Ruder laufen…

  2. Bernd  on Januar 23rd, 2010

    und noch ergänzend: “der user” hat sowieso schon einen großteil des marketings großer unternehmen übernommen. ob man es nun “nutzt” oder nicht…
    man wird sich daran gewöhnen müssen nur noch produktseits agieren zu können.
    der rest erledigt sich von selbst…

    dass das eine schwierigkeit darstellt wird auch in anderen netzwerken noch das ein oder andere mal zu problemen führen. wenn eine 10K+ community mal den aufstand probt, ist das nicht mehr zu moderieren ;-)

  3. whit3h4t  on Januar 25th, 2010

    @bernd

    das sehe ich nicht ganz so, gerade die Bereich Social Media bieten mit Ihrem potential ein gutes Werkzeug um richtig mit Kunden zu kommunizieren und neben gutem Marketing auch etwas für die Online-Reputation zu tun. Gerade Über Twitter gab es in den letzten Monaten genügend Beiträge warum Unternehmen twittern sollten. Zudem bieten Portale wie facebook, Vz, myspace, netlog & co. eine gute und sichere Plattform um mit bestehenden sowie etwaigen Kunden in Kontakt zu kommen. Wenn eine erstmal gestartete Social Media Kampagne scheitert liegt das in den meisten fällen nicht an der Kampagne selbst, sondern vielmehr an den ausführenden Organen/Mitarbeitern, welche einfach zu früh aufgeben. Man muss solche Kampagnen kontinuierlich ausführen, also langfristig denken und handeln und nicht in einem bestehenden hype springen und dann aufhören. Ruf hat meines Wissens 2twitter accounts und bei einem ist der letzte tweet vom 17ten März und bei dem 2ten sind seit dem 13ten März ganze 16tweets erschienen^^ das zeigt mir das versucht wurde auf einen hype aufzuspringen und mit kurzfristigen Erfolgen gerechnet wurde, was daraus geworden ist, sieht man jetzt ja….

    was die lecks von ruf-jugendreisen betrifft, ist das schon extrem, was dort passiert ist. sich ma eben hacken zu lassen und einen komplettes backup der datenbank zu ziehen … ohman^^ und das dann noch die buchungsdaten gehackt wurden?? also beim ersten mal lesen lag ich ja schon unterm stuhl, ich frage mich was die programmierer sich dabei dachten, als sie so nen schweizer käse produzierten?

    naja ma sehen wie es jetzt weiter geht

  4. Sven  on Januar 25th, 2010

    Noch mal kurz einige Worte zum Thema Twitter: Twitter spielt für das Marketing von Jugendreisen (noch) so gut wie keine Rolle. Solange die Mehrheit der Jugendlichen kein Handy mit Internet-Flatrate besitzt, kann da nichts großartiges passieren. Solange die Netzbetreiber weiterhin so viel Geld mit der datenunintensiven SMS verdienen, gibt’s keinen Grund, was an den Tarifen zu ändern. Ganz zu schweigen davon, dass das Netz derzeit an seine Grenzen stößt und UMTS nicht so leicht zu skalieren ist.

  5. whit3h4t  on Januar 25th, 2010

    in bezug auf twitter, jugend & mobile web liegst du damit sicherlich richtig. jedoch spielt gerade twitter im zukunft nicht nur eine rolle im so genannten “inner circle” in dem sich momentan noch bewegt wird. das potential ist um mengen größer, gerade im bereich seo, smo steht einem mir twitter ein schönes und mit unter mächtiges werkzeug zu verfügung – ich kratz nur mal den topic “realtime search” an – weiter will ich da mal nicht gehen, ihr RUF’ler lest ja auch mit ;-)

  6. Uwe  on Januar 26th, 2010

    @Sven
    Warum kann/soll ein Unternehmen nicht Twitter zur Elterninformation nutzen? Was geht dabei nach hinten los? Das hat im Fall RUF ganz hervorragend funktioniert und RUF wird Twitter sicher in Zukunft weiterhin vielfältig nutzen. Das über Twitter oder andere Plattformen dann nicht nur positiv über ein Unternehmen geschrieben wird, das ist die Herausforderung. Man muss halt lernen mit dem Kunden zu kommunizieren und das macht den Kollegen bei RUF jedenfalls sehr viel Spaß.

    @whit3h4t
    Es ist keineswegs die Buchungsdatenbank gehackt worden. Es handelte es sich um eine Tabelle, in welcher Daten jeweils temporär für eine Druckansicht nach einer Internetbuchung zur Verfügung standen.

  7. Sven  on Januar 26th, 2010

    @Uwe: Die Aussage war, dass ihr nicht Twitter, sondern eigentlich nur die Technik von Twitter zur Elterninformation genutzt habt. Die Tweets eurer Betreuer, wurden von euch bei Twitter “ausgelesen” und den Eltern auf einer Ruf-Seite zur Verfügung gestellt…


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