Ruf-Reisen: Werbung mit Verfolgungswahn?
In letzter Zeit passiert mir das immer öfter. Du warst auf der Internetseite eines Unternehmens und wirst nachher auf anderen Seiten von der Werbung gerade dieses Unternehmens geradezu verfolgt. Das ganze nennt sich Retargeting und ist z.B. auch über Google Adsense möglich. Dabei wird der Besucher auf der Ruf-Seite mit einem Cockie markiert. Dieses Cockie wird dann vom Ad-Server, der die Adwords-Anzeigen auf den anderen Seiten ausliefert, ausgelesen. Nun können auf anderen Seiten auf den Surfer angepasste Anzeigen – z.B. die von Ruf – angezeigt werden. Da der User das Unternehmen schont kennt, soll dadurch die Klickrate bzw. Konversationsquote steigen, also mehr verkauft werden. Wie man an den beiden untenstehenden Anzeigen sieht – die mir übrigens auf einer Computer-Seite angezeigt wurden – war ich vorher bei Ruf-Reisen und bei einem Dachrinnenlieferanten auf der Seite. Gespenstisch

Retargeting bei Ruf
So steht Retargeting bei vielen Nutzern in der Kritik, da sich sich ausgespäht fühlen. Ich persönlich bin der Meinung, dass Retargeting gerade im Bereich der betreuten Kinder- und Jugendreisen eher eine negative Auswirkungen haben wird, da gerade Eltern mit der Verfolgung durch Anzeigen nicht klar kommen könnten. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich mich nun schon mehrmals für ein Konkurrenzprodukt entschieden habe, weil dieser Anzeigenspam mit der Zeit wirklich nervt…

Dirk Föste ist seit dem 1. November 2009 Mitglied der Geschäftsleitung des Bielefelder Reiseveranstalters Jugendreiseveranstalters Ruf. Der 42-Jährige verantwortet die Bereiche Vertrieb, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Zukünftig zählt auch das Qualitätsmanagement in seinen Aufgabenbereich.


