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Prora statt Playa?

„Sport, Bildung und Party in Prora – wird Prora bald zur Partymeile?“ schreibt die Ostsee-Zeitung am letzten Samstag. Es tut sich was in Binz auf Rügen. Der Zeltplatz ist ja eh schon im Betrieb, die Jugendherberge nun im Bau. Und der Chef der Tourismuszentrale Rügen, Ralf Hots-Thomas, möchte die Location zu dem Hotspot für Jugendreisen machen. Damit soll in die Zukunft investiert werden, da die Jugendlichen von heute die Erwachsenen Besucher von morgen sind. Aus Sicht des Jugendtourismus ein interessanter Ansatz, vorallem weil sich die anderen geplanten Projekte nun mehr von Richtung Jugend in Richtung Familie/Sport entwickelt haben (z.B. Inselbogen). Laut Hots-Thomas interessiert sich auch Ruf stark für das, was in Prora passiert. Schön wäre es, denn die Lage ist wirklich traumhaft und ein Teil des Komplexes verfällt weiter vor sich hin…

Sicherheitsleck bei Ruf

Das Thema zieht nun so große Kreise, dass es doch einen Artikel wert ist. Schon über 80 Tweets, unglaublich. Diese Reaktion ist auch für die anderen – nicht nur die Jugendreisen-Veranstalter – ein deutliches Zeichen das Thema nicht stiefmütterlich zu behandeln. Da nun schon so viele Leute was geschrieben haben, hier nur die wichtigsten Links:

Netzpolitik.org – Datenleck bei Ruf Jugendreisen

Heise online – Weiteres Datenleck bei Ruf-Jugendreisen

Netzpolitik.org – Update zum Datenleck bei Ruf

Tweets auf Twitter (schon über 80 Stk.)

Da bekommt die Pressemitteilung von Ruf aus Juli 2009 eine ganz neue Aussage:

Ruf Jugendreisen nutzt Twitter zur Elterninformation

Sorry, aber den konnte ich mir nicht verkneifen ;-) Jetzt aber mal im ernst, hatte ich ja auch schon früher kommuniziert: Ruf hat damals die Technik von Twitter zur Elterninformation genutzt. Das Twitter nicht so einfach von einer Firma „genutzt“ werden kann, bzw. dass das ganz schnell nach hinten losgehen kann, bestätigt sich gerade…

Ruf zieht positive Bilanz für 2009

Wie gerade von der fvw berichtet wird, zieht Ruf eine positive Bilanz für das Jahr 2009. Der Ertrag habe sich verbessert. Entgegen der Marktentwicklung habe sich im Kernsegment der betreuten Camping-Reisen die Teilnehmerzahl um knapp elf Prozent erhöht. Mit gut 60 Prozent der Buchungen stand Spanien ganz oben auf der Beliebtheitsskala und auch das Kinderhotel auf Föhr verzeichnete einen Zuwachs von 30%. Um die Marktführerschaft für betreute Jugendreisen auszubauen setze man auf wachsende Qualität und neue Reiseziele.

Hört sich alles erst mal sehr gut an. Vor dem Hintergrund, dass vor kurzem in der fvw aber auch groß über sunrise-jugendreisen berichtet wurde, könnte man meinen, dieser Artikel sei die Antwort darauf. Was auch erst mal richtiges Marketing ist. Schließlich verkauft Ruf 54 % seiner Reisen bisher ohne nennenswerte Konkurrenz über Reisebüros und Sunrise will als Newcomer gar 70 % über Reisebüros verkaufen. Für 2010 ist also ein Verdrängungswettbewerb zu erwarten, für den sich Ruf nun aufstellt. Was ich erst mal nicht erwartet hätte: Der Wettbewerb läuft nicht über den Preis. Nachdem Sunrise 12 % ab der ersten Buchung als Benefit für die Reisebüros ausgelotet hat, stellt Ruf die Qualität und Sicherheit in den Vordergrund.

Man muss die positiven Aussagen allerdings auch differenziert betrachten. Die hochgelobten Camping-Angebote nehmen mit knapp 10 von über 150 Unterkünften im 2009er Katalog eine eher geringe Rolle ein. Und: Ruf veröffentlicht keine konkreten Teilnehmer- oder Umsatzzahlen für die Saison 2008/2009. Dabei sind die bisher veröffentlichten Zahlen doch wirklich eine Erfolgsgeschichte. So wurde das Geschäftsjahr 2007/2008 mit 78.084 Teilnehmern und einem Umsatz von 41,1 Mio. abgeschlossen.

Fazit: Das Jahr 2010 bringt so viele Veränderungen wie schon lange nicht mehr für den Jugendreisemarkt. Viele Fragen sind noch offen: Ist der Jugendreisemarkt etwa gesättigt? (hier wäre vielleicht die neue Studie des Bundesforums mal ganz interessant, hat die schon jemand?), Kann Sunrise wirklich die angepeilten 10.000 Teilnehmer im ersten Jahr erreichen? Profitieren vielleicht sogar die kleineren Veranstalter von der Situation? Kann das stetige Wachstum der letzten Jahre auch 2010 fortgeführt werden? Was auch immer passiert – jugendreise.org bleibt dran ;-)

Sunrise Jugendreisen fordert Ruf heraus.

Wie morgen in der FVW zu lesen sein wird, gibt es einen neuen Jugendreise-Veranstalter am Markt. Unter der Marke „Sunrise” (www.sunrise-jugendreisen.de) will die A.S. Reiseveranstaltungs GmbH im ersten Jahr 10.000 jugendliche Gäste als Kunden gewinnen. Da mit Rainbow Tours schon ein bei den Reisebüros bekannter Veranstalter zur A.S. Gruppe gehört, bekommt Ruf-Jugendreisen somit erstmals echte Konkurrenz auf dem Vertriebsweg Reisebüro. Auch eine Anfangsprovision von 12 % ab der ersten Buchung ist für viele Reisebüros mit Sicherheit nicht uninteressant. Im Gegensatz zu Ruf, die in den letzten Jahren ihr Camp-Programm stark ausgebaut haben, will Sunrise sich hauptsächlich auf 2-Sterne-Plus-Häuser konzentrieren. Da Rüdiger Heck – ehemals für das Destinations-Management bei Ruf (mit-)verantwortlich – sich bei A.S. für die neue Marke verantwortlich zeigt, ist dort mit Sicherheit mit sehr guten Preisen zu rechnen.

Eine Herausforderung wird aber sein, 10.000 Teilnehmer auch zu betreuen. Die weit über 500 benötigten Betreuer/innen müssen schließlich erstmal gefunden und ausgebildet werden. Weiterhin ist die Booking Engine, die derzeit auf der Internetseite verwendet wird, noch nicht richtig auf das Segment Jugendreisen angepasst. Bei der Buchung wird noch die Anzahl der Erwachsenen und Kinder abgefragt und auch sonst bekomme ich beim Surfen vom verwendeten CMS Typo3 noch einiges an Fehlermeldungen.

Das Jahr 2010 wird also zweifelsohne ein interessantes Jahr für den Jugendreise-Markt. Ob Ruf das Wachtum der vergangenen Jahre fortsetzen kann, darf bezweifelt werden. Neben erstmaliger wirklicher Konkurrenz im Reisebüro wird auch das Internet immer umkämpfter. So bietet z.B. das Jugendferienwerk in diesem Jahr erstmals 100 deutschlandweite Abfahrtsorte an und ist nicht mehr nur alleinig in NRW aktiv.

Dirk Föste in die Geschäftsführung von Ruf berufen

Dirk Föste ist seit dem 1. November 2009 Mitglied der Geschäftsleitung des Bielefelder Reiseveranstalters Jugendreiseveranstalters Ruf. Der 42-Jährige verantwortet die Bereiche Vertrieb, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Zukünftig zählt auch das Qualitätsmanagement in seinen Aufgabenbereich.

Die erste Herausforderung ist die erfolgreiche Einführung unserer neuen Marke Ruf Next, die speziell für Reisende ab 18 Jahren konzipiert wurde. Auf diese spannende Aufgabe freue ich mich ganz besonders, betont Föste.

Zur neuen Position natürlich auch alle Glückwünsche von Jugendreise.org. Die Herausforderungen für den Jugendreise-Markt in den nächsten Jahren werden bestimmt nicht ohne sein. Bestimmt eine sehr spannenende Aufgabe.

Ruf Next – Countdown verlängert!

Nun weiß die Welt dank einer Flut von Pressemitteilungen seit einigen Tagen was Ruf Next ist: Nämlich ein neues Angebot der Jugendreisen-Gurus aus Bielefeld. Und zwar für die Altersgruppe 18 bis 23. So ist es richtig. Erst mal im kleinen bei den Abireisen Erfahrungen sammeln und daraus dann etwas größeres machen. Zusätzlich kann und wird bei der Altersklasse auch die Nebensaison belegt werden, was zur Folge hat, dass man mit den Hotels und Unterkünften auch in der Hauptsaison besser verhandeln kann. Alles scheint also professionell vorbereitet.

Was allerdings nicht so gut zu laufen scheint, ist die virale Marketingaktion mit den Sevenload-Videos. 133 Abrufe beim letzten Video lassen nicht vermuten, dass sich der „Virus“ so richtig verbreitet hat. Auch Ruf scheint von der Aktion nicht so richtig überzeugt zu sein. So hat man den Countdown auf der Webseite einfach um ein paar Tage verlängert (Webseite noch nicht fertig?), es aber noch nicht mal für nötig gehalten, die Leute, die sich in die Mailing-Liste eingetragen hatten, darüber zu informieren. Trotzdem sind wir natürlich auf die finale Webseite gespannt :-)

Update: Die Webseite ist nun online. Unter www.ruf-next.de findet ihr nun die Ruf-Reisen ab 18. Wie schon vermutet werden die Abireisen in der Kommunikation nun ein Teil von Ruf Next.

Ruf reduziert Plätze im Winterprogramm.

Wie die mitteldeutsche Zeitung schreibt, bietet Ruf Jugendreisen keine Winterreisen nach Kanada mehr an. Auch das Alpenprogramm wurde leicht reduziert. Da werde ich mir den aktuellen Katalog doch mal zuschicken lassen, um mir das genauer anzuschauen. Schon in den Sommerferien mit dem Katalog draußen zu sein ist dagegen recht schnell. Andere Jugendreisenveranstalter kommen mit Ihrem Katalog erst nach den Sommerferien heraus. So wird z.B. das Jugendferienwerk seinen Winter-Katalog Ende August verschicken.

ITB Berlin – Ruf nicht mehr in der Jugendreisen-Messehalle? Doch!

Die Vorbereitungen für die weltweit größte Tourismusmesse Anfang März laufen auf Hochtouren. Auch ich plane schon die Messetage. Dabei musste ich gerade feststellen, das Ruf Jugendreisen dieses Jahr keinen Stand in Halle 4.1 (Trends & Events, Youth Travel) haben wird. In den letzten Jahren hatten sie nicht nur den zentralen, sondern auch den wohl größten Stand in der Halle. Ruf wird dieses Jahr laut Messekatalog „nur“ in Halle 25 bei den touristischen Unternehmen vertreten sein. Ich werde spätestens auf der Messe mal persönlich nachfragen, warum es zu dieser Entscheidung gekommen ist. Grundsätzlich auf jeden Fall aber ziemlich schade. Habe mir sagen lassen, dass die Ruf-Stand-Party immer ziemlich gut gewesen sein soll…

Nachtrag: Zwar findet es man „noch“ nicht auf dem Internetauftritt der ITB, Ruf ist aber zum Glück auch in Halle 4.1 am Start. Danke Tom.

Suchmaske ITB

Neues Webdesign bei Ruf?!

Och man, jetzt hatte ich mich darauf gefreut heut morgen schön bei einem Kaffee den neuen Look der Ruf-Webseite zu bewundern und jetzt haben die das noch gar nicht umgestellt… Noch 0 Tage steht auf der Homepage. Schauen wir mal…

Update: Die Seite ist derzeit Offline.

Ruf Jugendreisen Offline

Update 17:15 Uhr: Die Seite ist wieder online. Wie bei jedem neuen Layout ist es erstmal gewöhnungsbedürftig. Mal schauen wie es mir in einer Woche gefällt. Sonst ist aber wirklich schon alles online, da steckt bestimmt ne Menge Arbeit hinter. Was ich allerdings heftig finde: Die Zuschläge für die Abfahrtsorte sind bei den Freizeiten, die ich mir angeschaut habe, von 39,– auf 49,– Euro gestiegen (z.B. von Kiel nach Italien). Das ist erst mal heftig, schließlich sind das über 25% mehr.

Notruf aus London! Schimmel im Ashlee House.

Was lese ich gerade in der Main-Spitze. Das Ashlee House in London, eine eigentlich recht bekannte Jugendunterkunft, hat mit massiven Beschwerden zu kämpfen. Von rostigen Bettgestellen, zu kurzen durchgelegenen Matrazen, die genauso dreckig waren wie die Bettwäsche und Nässe und Schimmel an Decke und Wänden ist da zu lesen. Wenn man dann noch von 17-Bett-Zimmern ohne Schränke liest, kann man den beschriebenen muffigen Geruch regelrecht nachempfinden. Auf der anderen Seite, London ist mit das teuerste Pflaster in Europa und da heißt es halt citynah und sehr einfach oder einfach nicht bezahlbar.

Irgendwie beschleicht mich hier das Gefühl, das mit diesem Artikel der Wunsch einiger Eltern nach Preismilderung doch zu extrem formuliert wird. Der Artikel ist sehr einseitig formuliert und fordert im Schlusssatz fast schon dazu auf, sich beim Veranstalter GeventO oder der Stadt Flörsheim zu Beschweren, damit Regressansprüche an Ruf-Jugendreisen weitergeleitet werden können. Auf der anderen Seite scheint der Redakteur mit allen Beteiligten außer mit Ruf-Jugendreisen gesprochen zu haben. Und das ist eben auch nicht die feine englische Art…